Homöopathie

Ähnliches durch ähnlichem heilen..

Wie bei fast allen großen Dingen, half der Zufall bei der Entdeckung mit. So war es auch als Hahnemann zu der Erkenntnis, "Ähnliches werde durch ähnliches geheilt" kam.
Frustriert von den Möglichkeiten der Medizin in der damaligen Zeit, gab Hahnemann seine Praxis vorübergehend auf. "Da stirbt alles, wenn man so sagen darf, was sterben will, ohne sich an Galen, Boerhaave oder Brown [große Gelehrten für die damalige Zeit] zu kehren, und bloß was zum Tode nicht reif war, kommt davon. Da trägt man Krankenwärter und Ärzte, Apotheker und Wundärzte zu Grabe" so kommentierte Hahnemann die Epidemien der damaligen Zeit.

 

Die Geburtsstunde....

Hahnemann begann den Lebensunterhalt für sich und seine große Familie mit dem Übersetzen von fremdsprachigen Werken zu verdienen. Als er über der Arzneilehre des Engländers William Cullen sitzt, stößt ihm der Satz "die Chinarinde wirkt gegen Malaria aufgrund seiner magenstärkenden Wirkung" schwer auf. Er hatte die Chinarinde früher bereits selbst eingenommen, als er an Malaria erkrankt war. Von einer magenstärkenden Wirkung hatte er allerdings damals nichts gespürt.
Und so nahm Hahnemann über mehere Tage erneut Chinarinde ein, um dies zu überprüfen. Bei seinem Selbstversuch wurde es ihm zunächst kalt, dann war er matt und schläfrig, sein Herz fing an schnell zu klopfen, eine Ängstlichkeit mit Zittern überfiel ihn. Seine Sinne wurden stumpf und seine Gelenke steif. Er bekam Fieber mit Klopfen im Kopf, roten Wangen und Durst. Kurzum er bekam die Symptome die er bereits von seiner früheren Malariaerkrankung kannte.
Dies war die Geburtsstunde des Ähnlichkeitsprinzips. Die Tatsache, dass China bei ihm als Gesunden Malariasymptome erzeugt und ihn damals als Malariakranken heilt, führte ihn zur Erkenntnis dass Ähnliches durch Ähnliches geheilt werden kann.